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Mal wieder Regen beim Hurricane-Festival

Im niedersächsischen Scheeßel findet an diesem Wochenende das Hurricane-Festival statt – und es regnet endlich mal wieder! In den letzten Jahren hatte das Festival immer wieder mit Unwettern zu kämpfen. 2016 wurden die Konzerte zwischenzeitlich unterbrochen, 2017 wurde nach Starkregen um einen Tag spätere Anreise gebeten und auch gestern gab es während der Anreise Sturmböen und Regenschauer. Ist es also wirklich so, dass das Wetter immer pünktlich zum Hurricane „schlecht“ wird? Die Wissenschaftler des PhyGeo sind dieser Frage nun einmal nachgegangen.

Auf Basis der RADOLAN-Klima-Daten des Deutschen Wetterdienstes und mit Hilfe der hauseigenen Python-Bibliothek radproc zur Radardatenauswertung wurde die Anzahl der Jahre mit Niederschlag pro Kalendertag in einem Bereich von 9 km2 (9er-Feld) um das Festivalgelände des Hurricane im Zeitraum 2001-2016 gezählt und die Niederschlagsmaxima aller Jahre aufsummiert.

Und tatsächlich - die Woche, in der das Hurricane üblicherweise stattfindet, ist zusammen mit der Woche vom 06. bis 13.08.  die mit der größten Niederschlagshäufigkeit. Der 20.06. ist der Tag des Sommers mit den meisten Niederschlagsereignissen. In 13 von 16 untersuchten Jahren hat es am 20.06. in Scheeßel geregnet.

Um die Niederschlagsmengen einzubeziehen, wurde der maximale Tagesniederschlag des 9er-Feldes für jedes Jahr gestapelt aufgetragen. Hier zeigt sich ein deutlicher Anstieg der Niederschlagssummen von der ersten Junihälfte zur „Hurricane-Woche“, welche die „zweitnasseste“ Woche des Sommers ist. Von den zehn niederschlagsreisten Kalendertagen liegen zudem drei in dieser Woche, wobei die Daten des sehr niederschlagsreichen Hurricane 2017 hier noch gar nicht enthalten sind.

Also, liebe Veranstalter des Hurricane – Augen auf bei der Terminwahl…